31.12.2010 von Förderverein 'Mama/Papa hat Krebs' e.V.
Liebe Freunde des Projektes „Mama/Papa hat Krebs“,
dank größzügiger und vielseitiger Unterstützung kann unser Projekt „Mama/Papa hat Krebs“ auf ein Jahr zurückblicken, in dem wir unsere Arbeit ausbauen und erfolgreich umsetzen konnten. Unser außerordentlicher Dank gilt daher all unseren Freunden, deren Hilfe das Projekt erst ermöglicht hat!
Um Ihnen einen Einblick in unser Projekt und seine Hilfsangebote zu verschaffen und um Ihnen zu zeigen, was wir mit Ihrem Engagement 2010 erreichen konnten, haben wir unseren ersten Newsletter versendet. In diesem möchten wir Ihnen mehr über unsere Arbeit berichten und Ihnen zeigen, in welcher Weise Ihre Unterstützung betroffene Kinder und Jugendliche erreicht.
Um auch im Jahr 2011 diese Familien, Kinder und Jugendlichen, die sich in einer belastenden Lebenssituation befinden, zu begleiten, sind wir auch weiterhin auf Ihre Hilfe angewiesen.
Helfen Sie, wie Sie es am besten können, ob mit Spenden, Aktionen oder aktiver Mitarbeit. Alles hilft uns weiter!!!
Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien alles erdenklich Gute für das Neue Jahr!
Mit freundlichen Grüßen
| Prof. Dr. Hartmut Link 1. Vorsitzender |
Martin Amedick 2. Vorsitzender |
Mit schnellen Schritten bewegen wir uns auf den Jahreswechsel 2011 zu. Ein Grund mehr das vergangene Jahr mit einigen unserer Projekten und Aktionen Revue passieren zu lassen.
Das Jahr 2010 brachte für das Projekt "Mama/Papa hat Krebs" der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. viele neue Impulse und Entwicklungen mit sich: Um das im April 2009 entstandene Projekt besser unterstützen zu können, wurde Anfang des Jahres 2010 ein Förderverein gegründet und wir konnten dadurch unsere Arbeit in vielen Bereichen erweitern, neue Ideen umsetzen und noch mehr Menschen mit unserem Hilfsangebot erreichen. Derzeit betreut und begleitet das Projekt "Mama/Papa hat Krebs" über 70 Kinder und 42 Familien, die wir nicht nur durch unsere Sprechstundenangebote unterstützen, sondern auch mit erlebnispädagogischer Betreuung und wohltuenden Freizeitauszeiten begleiten können.
Da unser Hilfsangebot jedoch ohne tatkräftige Unterstützung durch Spenden, Sponsoringaktivitäten und einer Menge ehrenamtlichen Engagements nicht denkbar wäre, möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Förderern des Projektes für deren vielseitige und großzügige Unterstützung bedanken! Bleiben Sie uns auch im Neuen Jahr weiterhin treu und lassen Sie uns gemeinsam Eltern und Kindern in einer schwierigen Lebenssituation zur Seite stehen!
Kinder, deren Eltern an Krebs erkrankt sind, brauchen Situationen in denen sie ihre Ängste und Probleme fallen lassen können. In einer Gruppe mit anderen Betroffenen können beim regelmäßigen Fußballspielen, Klettern, Reiten oder Golfen neue Talente entdeckt und Erfolge verbucht werden. Denn durch die Möglichkeit ungezwungen Positives zu erleben, können Kinder und Jugendliche auch wieder gestärkt in den Alltag zurückkehren und diesem mit neuem Mut entgegentreten.
In unseren erlebnispädagogischen Gruppenangeboten ging es auch dieses Jahr oft schweißtreibend-sportlich oder konzentriert-kraftvoll zu; es wurde gelacht und getobt, es wurde sich ausgetauscht und angefreundet. Besonders ausgelassen sind unsere Kinder und Jugendlichen, wenn sich zu der vierzehntägig stattfindenden Fußballgruppe in der SoccaFive Arena in Kaiserslautern ein oder zwei FCK-Profis wie Srdjan Lakic, Martin Amedick, Bastian Schulz, Pierre deWit oder Jiri Bilek dazugesellen und unter die Mannschaften mischen.
Seit einigen Wochen können die Kinder und Jugendlichen jeden Mittwoch von 14 bis 19 Uhr in einem "Offenen Treff" zusammen kommen. Zuerst werden unter Aufsicht, auch von einigen ehrenamtlichen LehrerInnen, zusammen Hausaufgaben gemacht. Anschließend freuen sich alle auf weitere Aktivitäten, die immer für einen vergnüglichen Nachmittag sorgen. Dieser Treff ermöglicht nicht nur den Kindern den Kontakt untereinander zu vertiefen, sondern gibt den Eltern auch den Raum einen Nachmittag für sich selbst zu haben. Der Treff wird sehr gut angenommen und wir sind stets dankbar für ehrenamtliche HelferInnen, die nicht nur Hausaufgaben betreuen können, sondern auch andere kreative und lustige Ideen mit in den Treff einbringen.
Durch Aktivitäten mit einem "großen Freund" sollen betroffene Kinder und Jugendliche auch außerhalb der Familie eine stärkende Begleitung erhalten. Gerade in einer belastenden Zeit, in der ein Elternteil an Krebs erkrankt ist, möchte unser Projekt jungen Menschen die Möglichkeit bieten, eine vertrauensvolle Beziehung zu einem erwachsenen Menschen aufzubauen. Der "große Freund" und die "große Freundin" können nicht nur zuhören und trösten, sondern auch Mut und Selbstbewusstsein vermitteln. 2010 standen neben kleineren Aktionen wie z.B. Eisessen, Ausflügen oder einem Tischfußballturnier auch der Besuch eines Eishockeyspiels der Mannheimer Adler und spannende Stadionführungen durch das Fritz-Walter-Stadion mit Martin Amedick und Srdjan Lakic an.
"Mama/Papa hat Krebs" e.V. unterstützt Kinder durch erlebnispädagogische Gruppenangebote, so dass sie gestärkt ihren Alltag bewältigen können.
"Mama/Papa hat Krebs" e.V. möchte regelmäßig durch Aktionen und Veranstaltungen in die Öffentlichkeit treten, um mehr Menschen auf unser Projekt und dessen Arbeit aufmerksam zu machen.
Im Juni 2010 fand unser Schulbandwettbewerb "Musik macht Mut" statt, der vor allen Dingen SchülerInnen unser Hilfsangebot näher bringen sollte. 9 Bands aus dem Stadt- und Landkreis Kaiserslautern/Kusel begeisterten nicht nur viele Zuschauer, die sich in der Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions einfanden. Auch die vierköpfige Jury aus Musikern und Musikkennern sowie die anwesenden Pressevertreter aus und um Kaiserslautern ließen sich von der guten Stimmung mitreißen. Durch Stimmzettel gewählt, ergatterte die Band "Straight Curve" als ersten Preis den Auftritt bei dem Musikfestival auf der Burg Lichtenburg.
Unter dem Motto "1000 Kraniche für einen Wunsch" fand unsere diesjährige Jahresabschlussfeier am 21. November im Presseraum des Fritz-Walter-Stadions statt. Warum wir an diesem Nachmittag gemeinsam mit den Eltern, Kindern, MitarbeiterInnen und ehrenamtlichen HelferInnen Origami-Kraniche gefaltet und nicht Plätzchen gebacken haben, hat einen ganz bestimmten Grund: Einer alten japanischen Legende zufolge wird demjenigen, der 1000 Origami-Kraniche faltet, ein Wunsch erfüllt.
Die Arbeit unseres Projektes möchte Menschen, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden, Mut und Hoffnung schenken, um an ihre Wünsche zu glauben. Und so machten sich unsere 70 Gäste, neben Kaffee-, Kuchen- und Gesprächspausen in einer herzlichen Runde daran, emsig Kraniche zu falten. Diese schmücken im Übrigen, gemeinsam mit Informationsmaterialien, einen Weihnachtsbaum im Gastrobereich des Fritz-Walter-Stadions. Wir möchten mit unserer Aktion "1000 Kraniche für einen Wunsch" zum einen auf unser Projekt und unser Hilfsangebot aufmerksam machen, zum anderen hoffen wir dadurch Spendengelder für unsere zukünftige Arbeit akquirieren zu können. Denn nur so können wir unsere Arbeit weiter kostenfrei für die Betroffenen weiterführen.
Doch was wäre eine Abschlussfeier in den heiligen Hallen des "Betzenbergs", wenn nicht prominenter Besuch vorbei geschaut hätte. Neben Betzi besuchten auch die FCK-Spieler Florian Dick und Martin Amedick, Pate des Projektes und 2. Vorsitzender des Förderverein "Mama/Papa hat Krebs" Kaiserslautern e.V., unsere nette Runde. Nach Fotos und Autogrammen der Spieler gab es auch eine heitere Weltpremiere: Martin Amedick, gebürtiger Westfale, gab die Weihnachtsgeschichte "uff Pälzisch" zum Besten. Trotz einiger sprachlicher Verständnisprobleme, die zur allgemeinen Belustigung und sogar zu "Zugaberufen" führten, beschloss der FCK-Kapitän im Anschluss seiner Lesung: "Wenn meine Fußballkarriere vorbei ist, tingel ich mit einer Lesetour der Weihnachtsgeschichte durch die Lande, mein Pfälzisch scheint ja recht lustig zu sein".