10.11.2011, 15:00 von Förderverein „Mama/Papa hat Krebs“ e.V.
Auf Weltrekordjagd war am vergangenen Samstag Antje Marquardt-Schneider. In ihrer Tanzschule war Simultan-Cha-Cha-Cha angesagt. Exakt um 21.24 Uhr wurde die Musik via Internet in den Tanzsaal geschaltet - und dann wurde losgelegt, nicht nur in Lautern bei Marquardt-Schneider und in der Tanzschule Metzger, sondern europaweit von Frankreich bis Sibirien. Zum Weltrekordversuch hatte Swinging World aufgerufen, ein Zusammenschluss der Inhaber von Tanzschulen des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbandes. Zum Mitmachen aufgefordert waren alle Tanzschulen, deren Verbände dem European Social Dance Council (ESDC) angehören. Geknackt werden sollte der Weltrekord von 2007, an dem 47.795 Tänzer teilgenommen haben.
84 Teilnehmer, 42 Paare, legten bei Antje Marquardt-Schneider, die diesmal nicht selbst mittanzte, eine kesse Sohle aufs Parkett. „Die gleiche Schrittfolge musste sechs Minuten lang getanzt werden”, berichtet Marquardt-Schneider. Und: „Hat alles super geklappt.” Kein Wunder, wurden doch die Schritte dafür zuvor extra in den Tanzkursen einstudiert. Die Schwierigkeit habe allerdings weniger in den Schritten gelegen: „Die waren nicht so schwer, weil sie viele Paare auf einmal tanzen sollten.” Schwieriger sei es da schon mit der Konzentration und Ausdauer gewesen. Ob es mit dem Weltrekord geklappt hat, muss erst noch ausgewertet werden. Fest steht aber, dass auch für den guten Zweck getanzt wurde - in Deutschland gehen die Startgebühren der Teilnehmer an die RTL-Stiftung „Wir helfen Kindern”. Antje-Marquardt-Schneider wollte zudem in der Region helfen, noch einmal denselben Betrag, der dank der Antrittsgelder zusammenkommt, an den Verein „ Mama/ Papa hat Krebs” spenden. Den hat sie nun noch aufgerundet, gibt 500 Euro.
Erwachsene und Jugendliche machten sich bei Antje Marquardt-Schneider auf Rekordjagd. Letztere belegten in der heutigen Zeit nicht mehr automatisch einen Tanzkurs, sagt sie. Früher sei dies häufig die erste Möglichkeit zum Ausgehen, zum ersten Kontakt mit dem anderen Geschlecht gewesen. „Heute gibt es viel mehr Freizeitmöglichkeiten, heute dürfen die Jugendlichen auch so in die Stadt gehen.” Dennoch sieht sie noch einen Trend zum Tanzen, die Tanzschulen hätten ihr Angebot deutlich erweitert. „Total in” sei momentan Zumba, eine Mischung aus Tanzen und Fitness. (zs)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.261
Datum: Donnerstag, den 10. November 2011
Seite: Nr.13
"Deep-Link"-Referenznummer: '8328524'
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