01.06.2011, 13:00 von Förderverein „Mama/Papa hat Krebs“ e.V.
Wie es beim Fernsehen zugeht, erfuhr kürzlich die Klasse 6b des Rittersberg-Gymnasiums. Mit ihrer Klassenlehrerin Claudia Schnurpfeil hatten sich die 30 Jungen und Mädchen für die vom SWR produzierte Sendung „Tigerenten Club” beworben. Die Sendung wird im September ausgestrahlt.
„Im Fernsehen sieht das viel größer aus”, meint Junior (11). Er meint das Fernsehstudio in Göppingen bei Stuttgart, in dem der „Tigerenten Club” produziert wird. Sechs Mal im Jahr werden zehn Folgen aufgezeichnet, hat Lehrerin Claudia Schnurpfeil erfahren. Gemeinsam mit ihrer Klasse 6b vom Rittersberg-Gymnasium hat sie sich für eine Folge der Sendung beworben. Die Idee dazu hatte Amina (13), die die Sendung schon öfter gesehen hat. „Ich habe erst ein paar meiner Klassenkameraden gefragt, was sie davon halten, und dann Frau Schnurpfeil”, sagt Amina.
Nachdem die gesamte Klasse sich für eine Teilnahme ausgesprochen hatte, fragte die Lehrerin Schulleitung und Eltern. Alle gaben ihr Okay.
Mit dem Bus ging es dann am Tag der Aufzeichnung morgens nach Göppingen. Gegen 12.30 Uhr sei die Gruppe dort angekommen. „Da kamen zwei Leute auf uns zu, die uns abgeholt haben. Die haben uns zu Beginn alles erklärt. Dann gab es erst einmal Mittagessen”, erklärt Vladimir (12). Er war einer der Kandidaten. Denn in der Sendung spielen zwar ganze Schulklassen oder Gruppen von Vereinen gegeneinander. Die müssen aber jeweils vier von ihnen auswählen, die die meisten Spiele absolvieren.
Für die 6b gingen Vladimir, Dalia (11), Fabian (12) und Annika (12) an den Start. Dalia und Vladimir waren das Team „Sport” und die beiden anderen bildeten das Team „Wissen”.
Das Motto der Sendung, in der die 6b gegen eine Klasse aus Oberhausen antrat, heißt „Germanen”. So hatten auch die Spiele teilweise damit zu tun. Beispielsweise mussten Fabian und Annika Wörter lesen, die in Runen geschrieben waren. Zuvor hatten sie das Runen-Alphabet mit den dazugehörigen lateinischen Buchstaben gezeigt bekommen.
Bevor aber die Aufzeichnung der Sendung losging, wurden alle Spiele geprobt. Dabei konnten sich die Kandidaten auch gleich an die vielen Kameras gewöhnen. „Da hat ein rotes Licht geblinkt an der Kamera, in die man schauen sollte. Ich musste ständig dieses kleine rote Licht suchen”, sagt Annika. Und auch das Publikum lernte, wie es sich später in der Sendung verhalten sollte. „Als die Moderatoren hereinkamen, sollten wir tanzen”, beschreibt Kristina (12) ein Beispiel. Die 6b war in der Sendung das Team „Tigerente”, die Klasse aus Oberhausen das Team „Frösche”.
Während der Aufzeichnung sei es für die „Tigerenten” besser gelaufen als während der Probe. Doch egal, wie viele Punkte man vorher gesammelt hat: Am Ende gewinnt das Team, dessen Kandidat sich beim Tigerenten-Rodeo besser schlägt und länger auf der wackelnden Tigerente sitzen bleibt. Vladimir fiel etwas früher als sein Gegner, und so ging auch seine Lehrerin am Ende baden. „Die Lehrer hängen in einer Art Geschirr für Kletterer über einem Bottich mit Wasser. In einem Spiel mussten wir Fragen beantworten - aber welche aus der Welt der Schüler. Das war gar nicht so leicht”, sagt Claudia Schnurpfeil.
Als Preis für den zweiten Platz nahmen die Kaiserslauterer 400 Euro mit nach Hause. Die spenden sie für das Projekt der Krebsgesellschaft „ Mama/ Papa hat Krebs”. Auch wenn es nicht für den Sieg und die damit verbundenen 600 Euro gereicht hat, sind sich die Schüler einig: Es hat Spaß gemacht. „Am besten war die Busfahrt”, meint Pei-Pei (12). (saha)
Info
Die Sendung ist an folgenden Terminen im Fernsehen zu sehen: Sonntag, 18.
September, um 9 Uhr im Ersten; Samstag, 24. September, um 9.15 Uhr im SWR und um 10.45 Uhr im Kika.
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.127
Datum: Mittwoch, den 01. Juni 2011
Seite: Nr.6
"Deep-Link"-Referenznummer: '7731060'