06.04.2011, 10:50 von Förderverein „Mama/Papa hat Krebs“ e.V.
„Wenn die Welt dunkel erscheint, machen wir den Tag bunt.” Das ist das Motto von „Mama/Papa hat Krebs” der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz. Passend dazu wurde ein Förderverein für „Mama/Papa hat Krebs” gegründet, um das Projekt zu finanzieren.
Seit 50 Jahren ist der Verein Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz mit vier Beratungsstellen in Ludwigshafen, Trier, Kaiserslautern und Koblenz tätig. Speziell ausgebildete Berater stehen Patienten und ihren Familien zur Verfügung. „Die Idee für ,Mama/Papa hat Krebs' entstand im Sommer 2008. Es musste etwas passieren, denn uns fehlten die Kapazitäten für die Betreuungen für Familien”, erzählt die Leiterin der Krebsgesellschaft Kaiserslautern, Eva Estornell- Borrull. Das neue Projekt sollte Kinder krebskranker Eltern „auffangen” und vernetzen. Zeitgleich zur Gründung der Aktion kam der Anruf von Profi-Fußballer Martin Amedick vom FCK, der sagte, dass er sich gerne sozial engagieren wolle. Er fungierte zunächst als Pate für das Projekt und ist heute zweiter Vorsitzender des Fördervereins „Mama/Papa hat Krebs”, der 2010 passend zur Aktion gegründet wurde.
„Wir haben viele Unterstützer, aber sind weiterhin auf Spenden angewiesen, denn nur so können wir den Kindern helfen. Es werden immer mehr, die unsere Beraterinnen, Pädagogen und Psychologinnen aufsuchen”, so Eva Estornell-Borrull.
Liegt es an mir, dass meine Mama oder mein Papa so traurig ist? Viele Fragen gehen Kindern durch den Kopf, wenn diese Krankheit in der Familie ausbricht. Wie bewältige ich am besten meine Krankheit, wie gestalte ich den normalen Alltag, wie erkläre ich es meinem Kind? Solche Fragen schwirren Eltern im Kopf herum. Sprechstunden für Eltern, Kinder und Jugendliche, Auszeiten durch Gruppenangebote für Kinder und ein regionales Netzwerk helfen den Patienten, den Alltag einmal hinter sich zu lassen.
„Mama/Papa hat Krebs” bietet für Kinder krebserkrankter Eltern gemeinsame Aktivitäten von Fußball-, Golf-, Reit- bis hin zu Klettergruppen. Die Fußballgruppe zum Beispiel trifft sich stets in der Socca Five Arena und es ist immer ein Spieler des FCK beim Kicken dabei. Zurzeit findet mittwochs nach Bedarf eine Hausaufgabenbetreuung statt und natürlich werden noch immer freiwillige Betreuer gesucht. „Im Moment sind neue Beratungsräumlichkeiten sowie Spielräume für die Kinder im Gespräch, da es hier etwas eng wird”, erzählt Eva Estornell-Borrull. (crn)
Info
Interessierte können sich am heutigen Mittwoch, 6. April, ab 18.30 Uhr in der Aula des Westpfalz-Klinikums darüber informieren, wie sie „Mama/Papa hat Krebs” und die Krebsgesellschaft ehrenamtlich unterstützen können.
Die Serie
Die Serie „Verein(t) in Lautern” stellt Vereine der Barbarossastadt vor. Interessierte Clubs können sich unter der Nummer 0631 3737218 melden.
Bilduntertitel:
Engagiert sich für „Mama/Papa hat Krebs”: Martin Amedick (rechts), hier gemeinsam mit FCK-Vorsitzendem Stefan Kuntz (2. von rechts) bei einer Aktion des 1. FCK zugunsten krebskranker Kinder. FOTO: View